Fronleichnamsprozession

Das Fronleichnamsfest oder Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi

Fronleichnamsprozessionen haben eine lange Tradition und sind in Tirol natürlich unweigerlich mit den Schützenkompanien verbunden.

Fronleichnam wird am 60. Tag nach dem Ostersonntag begangen und fällt somit frühestens auf den 21. Mai und spätestens auf den 24. Juni
Beginnend mit der heiligen Messe, welche vielerorts im Freien gefeiert wird, führt anschließend die Prozession durch den Ort. Der Geistliche trägt dabei die Monstranz mit dem Allerheiligsten mit - geschützt durch den sogenannten "Himmel", einem Stoffbaldachin.

Die Prozession führt zu vier Stationen, bei denen an Außenaltären ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen wird. Diese vier Altäre sind in den vier Himmelsrichtungen aufgebaut, als Sinnbild für die vier Evangelisten Johannes, Lukas, Markus und Matthäus.
Auch der sakramentale Segen wird in alle Himmelsrichtungen gesprochen: "Mit himmlischem Segen sei gesegnet dieser Ort und alle die hier wohnen."
An diesen vier Stationen kommen natürlich auch die Schützenkompanien ins Spiel: es wird je eine Salve zu Ehren Gottes geschossen.

Auch sogenannte "Ferggelen" - verschiedene Heiligenfiguren – zB. die Jungfrau Maria, die Heilige Familie, der Heilige Sebastian  werden bei  der Prozession mitgetragen. Auch eine  prächtigen übergroßen  Prozessionsfahne darf nicht fehlen.

 

 

Herz-Jesu Prozession

 

Nicht nur die Herz-Jesu-Prozessionen sind in unserem Land - und besonders für die Schützen - ein fixer Bestandteil im Jahreskreis: auch die jahrhundertealten Herz-Jesu-Feuer gehören dazu.

Die Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu geht vor allem auf die Jesuiten zurück, dabei wird Jesus Christus unter dem Gesichtspunkt seiner durch sein Herz symbolisierten Liebe verehrt.

Was hat die Herz-Jesu-Verehrung jetzt genau mit Tirol zu tun?

Gehen wir zurück in das Jahr 1796: der Krieg traf unser Land vollkommen überraschend und dementsprechend unvorbereitet. Im April wurde Tirol in Kriegsbereitschaft versetzt und schon drei Wochen später wurde ein 7.000 Mann starkes Heer an die südlichen Grenzen geschickt. Ein aus 24 Mitgliedern bestehender Ausschuss der Tiroler Landstände traf daraufhin in Bozen zusammen, um über weitere Vorgehensweisen zu beraten. Auf Vorschlag des Stamser Abtes Sebastian Stöckl wurde das Land dem "Heiligsten Herz Jesu" anvertraut, um göttlichen Beistand zu erhalten. Dieser Herz-Jesu-Schwur hatte einen bis dahin noch nicht erlebten Zulauf an Freiwilligen zur Folge und als daraufhin die Franzosen überraschend besiegt wurden, wurde der Herz-Jesu-Sonntag zum hohen Feiertag.

Auch Andreas Hofer und seine treuen Mitstreiter beteten 1809 zum heiligsten Herzen Jesu und vertrauten auf seinen Schutz - das "heilige Land Tirol" hat seinen Namen mit Sicherheit aus dieser Zeit.

 

 

Hoher Frauentag Prosession

Maria Himmelfahrt - oder Mariä Aufnahme in den Himmel - wird jedes Jahr am 15. August gefeiert und ist in Österreich ein gesetzlicher Feiertag.

Das Fest Maria Himmelfahrt stammt aus der Ostkirche, wo es bereits im Jahr 431, also in der Spätantike, eingeführt wurde.

Der 15. August wird bei uns mit großem Brauchtum, Prozessionen zu Land und zu Wasser sowie Kräutersegnungen gefeiert.
Einer Legende nach soll in dem Augenblick, in dem die Muttergottes in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft nach Kräutern und Blumen von ihrem Grab ausgegangen sein. Die heutigen Kräutersegnungen sollen das Bedürfnis der Menschen nach heilenden Kraftquellen in der Natur mit christlicher Spiritualität verbinden.

Bei uns in Tirol gilt der Hohe Frauentag als einer der höchsten Feiertage des Landes.

 

 

Donatus Prozession

 

Diese Prozession zu Ehren unseres Kirchenpatrons dem Hl. Märtyrer Bischof Donatus

wird am 7. August abgehalten.